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Um Engineering einfacher und schneller durchführen zu können, hat ETM letztes Jahr die PVSS ETool-Applikation entwickelt. Damit können SIMATIC S7-Projekte besonders effizient in das ETM-Leitsystem PVSS übernommen werden. Durch diesen integrierten Engineering-Ansatz fallen bis zu 70 Prozent der Parametrierungsarbeiten und die damit verbundenen Kosten weg. In der neuen PVSS ETool-Version 2.0 ist nun auch die Übernahme der Projektdaten für PVSS und S7 aus herkömmlichen Excel- bzw. CSV-Dateien möglich. Diese Daten können in der Folge zu SIMATIC S7-Projekten exportiert werden. Weiters wurde die bestehende Objektbibliothek zu einem leistungsfähigen Feature ausgebaut.
Integriertes Engineering mit dem PVSS ETool
Wie PVSS wird auch PVSS ETool kontinuierlich weiter entwickelt. Mit der neuesten Version, die Ende April auf den Markt kommt, können nun zusätzlich Planungs- und Gerätelisten übernommen und in weiterer Folge nach PVSS und auch direkt in das S7-Projekt integriert werden. Dabei kann es sich um Excel- oder CSV-Listen handeln, die in jedem beliebigen Format in PVSS ETool eingespielt werden können. Die Inhalte werden von hier direkt nach PVSS und Step7 exportiert. Nach diesem Exportvorgang sind sowohl in PVSS als auch im SIMATIC-S7-Projekt alle Instanzen angelegt und miteinander verbunden. Nach Ergänzung der Hardwarekonfiguration in SIMATIC S7 sind die Instanzen im Handbetrieb bereits funktionsfähig, die Erstellung der Logiken erfolgt weiter im bewährten SIMATIC S7.
In der neuen PVSS ETool-Version 2.0 können Planungs- und Gerätedaten nun auch aus einer Excel-/csv-Datei importiert und daraus parallel ein PVSS-Projekt erstellt sowie die Datenpunkte in den SIMATIC-Manager übertragen werden.
Leistungsfähige Objektbibliothek
Mit der neuen PVSS ETool-Version wurde auch die integrierte Objektbibliothek ausgebaut. Sie umfasst nun an die 30 Objekte wie Antriebe, Regler, Ventile, Messwerte und Aggregatumschaltungen. Vorteil der neuen Library ist die gemeinsame Nutzung sowohl in S7 als auch in PVSS. Damit sparen Systemintegratoren und Endkunden bei jedem neuen Projekt kostbare Engineeringzeit für das Bauen eigener Bibliotheken - sowohl auf der PVSS- als auch auf der SPS-Seite. Für OEMs besteht gleichzeitig weiterhin die Möglichkeit, eigene Bibliotheken anzulegen.
Die Advanced Library im Detail
Zu der erweiterten Objektbibliothek des PVSS ETool zählen derzeit Objekttypen wie ein- oder zweistufige Motoren mit einer oder zwei Drehrichtungen bzw. variabler Geschwindigkeit, das Beobachten von bis zu acht digitalen Messstellen, die Grenzwertüberwachung von analogen und binären Messwerten, Mittelwertbildung mit Plausibilitätsprüfung, Akkumulierung zweier Messwerte mit Berücksichtigung der spezifischen Wärme, Überwachung von Ventilen, Reglern und Stellgliedern oder die Umschaltung von bis zu 16 Aggregaten in Abhängigkeit von Laufzeit oder Führungsvorgabe.
Mit der Advanced Library steht nun auch eine SPS-gesteuerte Schalthoheitsverwaltung zur Verfügung. Mit deren Hilfe werden die Schalthandlungen zwischen verschiedenen Bedienstationen koordiniert. Über einen sogenannten Schlüsselschalter kann der Zugriff priorisiert werden. Als Bedienstation dienen dazu ein Operator Panel oder eine Operator Bedienstation.
PVSS ETool 2.0 ermöglicht nun noch schnelleres und einfacheres Engineering.
Die Symbole und Faceplates der Advanced Library werden mit einem objektorientierten Library-Mechanismus direkt aus PVSS erstellt. Dieser Mechanismus (Standard Library) wurde im Zuge der Entwicklung der Advanced-Library wesentlich erweitert und steht nun allen Kunden für eigene Library-Entwicklungen zu Verfügung, was das Erstellen von Objekten und Bedienkonzepten enorm erleichtert. Das Verhalten der Library kann nun projektspezifisch beeinflusst und zu adaptiert werden.
S7 AdvancedLib - Fertiges Faceplate des Gertätetyps Motor 1
ETool – alle Vorteile auf einen Blick
Mit PVSS ETool ist die automatische Einbindung von S7- Projekten in das Prozessvisualisierungs- und -steuerungssystem PVSS von ETM möglich. Mit diesem standardisierten Werkzeug können Parametrierarbeiten schneller und einfacher erledigt werden, es bietet optimalen Support und spart im Endeffekt Kosten durch die Systemoffenheit von PVSS ETool und PVSS. Das ermöglicht
- den problemlosen Datenaustausch,
- einfache Standardisierungen von PVSS-S7-Projekten anhand vorkonfektionierter Bibliotheken,
- Bausteininformationen aus S7, die von PVSS übernommen werden um komplette Objekte automatisch zu erzeugen,
- die automatisch Erstellung der Kommunikationsbeziehungen zu allen PVSS-Datenpunktelementen und
- die automatische Generierung von Anlagenbildern in PVSS.
Das Programm an sich ist sehr schnell zu erlernen und leicht anzuwenden. Der Benutzer arbeitet in seiner gewohnten SIMATIC-Engineeringumgebung. Dadurch erspart man sich weitere Einschulungen.
Von der einfachen Projekterstellung profitieren Endkunden, Systemintegratoren und OEMs, die PVSS in Kombination mit S7 verwenden wollen. Für letztere bieten sich nun noch mehr Einsatzmöglichkeiten durch die hohe Vorkonfektionierbarkeit, mehr Kundenakzeptanz und Offenheit. Denn auch das PVSS ETool ist – wie PVSS – ein offenes Werkzeug: PlugIns ermöglichen den Einsatz bei einer Vielzahl von Steuerungen und Fernwirkeinrichtungen.
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